Ein Chausson Welcome 35, der das Wort „liebevoll“ verdient hat — Bambus, Sage, Leinenvorhänge, und ein Affe an der Tür.
Als wir ihn das erste Mal gesehen haben, war alles dunkel: schwarze Sitze, Totenkopf-Vorhänge, Sticker von Zodiac bis Downtown Tattoo an der Schrankwand. Die Arbeitsplatte war hellblau, der Boden beige, und auf der Motorhaube prangte ein Harley-Davidson-Logo, das größer war als das Lenkrad.
Aber der Motor lief beim ersten Dreh. Und als wir durch die Tür stiegen, haben wir nicht die Aufkleber gesehen — wir haben den Grundriss gesehen. Den Platz. Das Licht, das durch drei große Fenster fiel. Wir haben ihn mitgenommen.
Wir haben die Harley-Aufkleber abgezogen, die Totenkopf-Vorhänge abgehängt, die blauen Arbeitsplatten rausgenommen. Dann haben wir angefangen: Schrankfronten in mattem Weiß foliert — drei Rollen, zwei Abende, ein Streit über Ecken. Bambusplatten für Küche und Tisch zugeschnitten. Neue Leinenvorhänge genäht. Die Wände in Weiß und Sage gestrichen.
Die Polster hat eine Schneiderei für uns gemacht — ein ruhiger, grauer Webstoff, der sich anfühlt wie eine schwedische Wolldecke. Im Bad haben wir Palmenblatt-Tapete an die Wand gebracht und die Wand daneben in Sage-Grün gestrichen. Ein neues Heckfenster eingebaut, weil wir morgens aufs Feld schauen wollten. Und eine schwarze Armatur in die Küche gesetzt — weil es die Bambusplatte verdient hat.
Die erste Tour ging in die Dolomiten — mit halbfertigem Innenraum, Fahrrädern am Heck und dem Gefühl, dass es egal ist, solange der Kaffee morgens auf dem Herd steht. Danach die Niederlande, mehrmals. Schwarzwald-Wochenenden mit Cookie auf der Rückbank und Frischkäse-Brötchen am Feldrand.
Herr Nilsson ist kein Fahrzeug, das man fährt. Er ist ein Ort, an den man zurückkehrt — jeden Abend, wenn man die Tür aufschiebt, die Lichterkette anmacht, und plötzlich ist die Welt da draußen egal.
Wir haben das Camperleben so geliebt, dass wir aufgerüstet haben: ein neuer Sprinter, autark für drei Tage, auch als Firmenwagen nutzbar. Herr Nilsson ist der, der alles angefangen hat.
Neue Auspuffanlage, neuer Keilriemen, Ölwechsel — alles in einer Fachwerkstatt, Rechnungen vorhanden. Batteriemonitor nachgerüstet und Rost in Eigenarbeit beseitigt. TÜV frisch. Die Gasflaschen sind voll, die Reifen haben Profil.
Herr Nilsson ist kein Projekt. Er ist fertig. Man steigt ein, dreht den Schlüssel um, und fährt los.
Wir verkaufen Herr Nilsson für 29.499 € VB. Nicht weil etwas fehlt — sondern weil wir aufgerüstet haben. Wir würden ihn gerne an jemanden weitergeben, der sieht, was wir sehen. Schreib uns; wir schicken dir das vollständige Inserat und einen Termin in Igel.